Die Steuererklärung machen – darauf kommt es an!

Für fast jeden Angestellten lohnt es sich, eine Steuererklärung zu machen, aber die wenigsten nutzen alle Vorteile. Ob aus Unwissen, Unlust oder sogar Angst, etwas falsch zu machen: Die meisten Gründe gegen eine Steuererklärung sind schlecht. Gute Gründe, die dafür sprechen, eine Steuererklärung zu machen, gibt es dagegen reichlich. Wir wollen Ihnen die wichtigsten vorstellen und in ein paar Sätzen erklären, wieso und vor allem wie Sie Ihre Steuererklärung machen sollten.

Warum eine Steuererklärung machen?

Steuererklärung machen

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Eine Steuererklärung ist für viele Leute in Deutschland freiwillig. Aber wenn sie nur wegen der fehlenden Verpflichtung keine Steuererklärung machen, lassen sich viele große Ersparnismöglichkeiten entgehen. Denn häufig wird „pauschal“ mehr abgezogen, als der Einzelne tatsächlich hätte zahlen müssen.

Viel mehr Menschen müssen allerdings eine Steuererklärung abgeben. Dazu zählen Selbstständige, Freiberufler und alle, die über Miete oder Pacht Einnahmen haben. Es gibt aber auch sehr viele Arbeitnehmer, die eine Steuererklärung machen müssen, weil auf sie eine der vielen Ausnahmen zutrifft. Dazu zählen Arbeitnehmer, die

 

  • zum Beispiel Elterngeld über 410 Euro bekommen.
  • auf ihrer Lohnsteuerkarte (oder zum Beispiel bei der Bank) Freibeträge vermerkt haben.
  • Gehalt von verschiedenen Arbeitgebern zur gleichen Zeit bekommen (haben).
  • Sonderzahlungen erhalten haben.
  • zusätzliche Einkünfte ohne automatischen Lohnsteuerabzug erwirtschaftet haben.
  • verheiratet sind und in Steuerklasse 4 veranlagt sind, nicht zusammen mit ihrem Ehegatten veranlagt werden oder einen Ehegatten im Ausland haben.
  • verheiratet waren, aber in diesem Jahr verwitwet oder geschieden wurden und auch wieder geheiratet haben.

Wie man sieht: Wirft man einen Blick auf die vielen Ausnahmen, ist es einfacher davon auszugehen, dass man eine Steuererklärung machen sollte, als sich darauf zu verlassen, dass man zur Gruppe derer gehört, die wählen können. Wenn Sie keine Steuererklärung abgeben, obwohl Sie dazu verpflichtet wären, kann das Finanzamt Sie im Nachhinein dazu auffordern. Wenn Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, risikieren Sie eine Geld- oder sogar Haftstrafe.

Wie muss ich meine Steuererklärung machen?

Wenn Sie herausgefunden haben, dass Sie eine Steuererklärung machen müssen, oder wenn Sie vermuten, dass Sie davon profitieren könnten – oder wenn Sie einfach auf Nummer sicher gehen wollen – müssen Sie natürlich auch eine richtige Steuererklärung machen. Dabei hängt von Ihrem Beschäftigungsverhältnis und Ihren sonstigen Einkünften ab, was alles zu Ihrer Steuererklärung gehört.

Für eine Steuererklärung sollten Sie all Ihre Einnahmen und Ausgaben daraufhin prüfen, ob sie relevant für die Steuer sein könnten. Dazu zählen auf der Seite der Einnahmen:

  • Arbeitslohn (und hier bereits pauschal gezahlte Steuern)
  • Einnahmen aus selbstständiger oder freiberuflicher Tätigkeit neben dem Hauptberuf
  • Einnahmen aus dem Verkauf von Eigentum
  • Erhaltene Boni, Sonderzahlungen etc.
  • Erhaltene „geldwerte Vorteile“ vom Arbeitgeber (wie zum Beispiel eine vergünstigte Familienfahrtkarte für Busfahrer oder ein Arbeitslaptop, der dem Mitarbeiter überlassen wurde)
  • Elterngeld, Kindergeld, Witwen- und Waisenrente
  • Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld, Krankengeld etc.
  • Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Geldgeschenke

Auf der anderen Seite stehen die Ausgaben, die Sie bei der Steuererklärung angeben können. Um nur einige Beispiele anzuführen:

  • Kosten für den Weg zur und von der Arbeit
  • Kosten für die Weiter- oder Fortbildung
  • Unterhaltszahlungen
  • Beiträge zu bestimmten Versicherungen (zum Beispiel Berufsunfähigkeitsversicherung)
  • Beiträge für Berufsverbände
  • Bestimmte Ausgaben für das Eigenheim
  • Umzugskosten bei einem Umzug aus beruflichen Gründen
  • Kosten für „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wie die Kosten eines Umzugs aus privaten Gründen, einer Haushaltshilfe oder (in manchen Fällen) von Nachhilfe für Kinder
  • Studiengebühren

Es gibt, wie Sie sehen, eine Menge zu beachten. Viele Leute entscheiden sich, diese Aufgabe einem Profi zu überlassen. So müssen sie nicht selbst sämtliche Möglichkeiten abarbeiten und verstehen, ob und wie diese richtig in eine Steuererklärung eingetragen werden können.

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PhDr. Martin Müller
 

PhDr. Martin Müller ist seit über 15 Jahren auf dem Gebiet der Steuerberatung unterwegs. Darüber hinaus hilft er Gründern mit professionellem Coaching ihren Traum von der erfolgreichen Selbständigkeit Wirklichkeit werden zu lassen.