Lohnsteuererklärung für Arbeitnehmer – es lohnt sich!

Viele Arbeitnehmer müssen keine Lohnsteuererklärung machen, aber das ist ein Fehler. Das Hauptargument dafür ist, dass die meisten Arbeitnehmer hohe Beträge zurückerstattet bekommen können. Die Gründe dafür liegen wiederum in unterschiedlichen Bereichen. Viele haben damit zu tun, dass nicht jeder Experte in Sachen Steuerrecht ist. Deswegen lohnt sich eine Beratung bei der Lohnsteuererklärung auch für „ganz normale Leute“.

Wir haben einige der Punkte zusammengestellt, die am häufigsten übersehen werden und dadurch Arbeitnehmer immer wieder Geld kosten. Die häufigsten Fehler bei der Lohnsteuererklärung können Sie für Ihre Steuererklärung 2015 vermeiden.

Muss ich überhaupt eine Lohnsteuererklärung machen?

Als Arbeitnehmer müssen Sie das in vielen Fällen nicht. Es gibt aber auch Ausnahmen. Dazu zählen:

  • Wer verheiratet und in den Steuerklassen III und V ist (beide Ehepartner)
  • Alle, die Lohn von mehreren Arbeitgebern erhalten
  • Wer vom Finanzamt Freibeträge eingetragen hat
  • Wenn es im Jahr außerordentliche Einkünfte gab, wie Abfindungen
  • Wer im Jahr sowohl gearbeitet hat als auch Arbeitslosengeld, Elterngeld oder andere Lohnersatzleistungen bekommen hat
  • Wer nach einer Scheidung wieder geheiratet hat (im Jahr also nicht verheiratet und verheiratet war)

Diese Lohnsteuererklärungen sind verpflichtend – wenn Sie sie nicht rechtzeitig abgeben, wird Ihr Einkommen geschätzt und es kann sein, dass Sie zusätzlich Strafe zahlen müssen (bis zu 10% der Steuern oder maximal 25 000 Euro). Aber keine Sorge, wenn Sie erst im Juni über die Steuererklärung nachdenken.

Kann ich meine Lohnsteuererklärung noch abgeben?

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Viele Arbeitnehmer glauben, dass es nach dem 31. Mai zu spät ist, noch eine Lohnsteuererklärung abzugeben. Das gilt aber nur für diejenigen, die auch dazu verpflichtet sind. Und von denen betrifft diese Frist wiederum nur diejenigen, die ihre Steuererklärung selbst machen. Wenn Sie einen Steuerberater engagieren, der für Sie alle Angelegenheiten übernimmt, ist die Frist verlängert bis zum 31. Dezember des Jahres.

Darüber hinaus gilt, dass auch die Überschreitung nicht sofort zu drakonischen Strafen führt: Geht die Lohnsteuererklärung ein paar Tage später ein, ist die Strafe längst nicht so groß, wie bei einer Verspätung um mehrere Jahre. Übrigens kann sich aber auch noch nach zwei Jahren eine Steuererklärung lohnen: Selbst wenn Sie von der Rückzahlung eine Strafe bezahlen müssen, darf die ja nur 10% der festgesetzten Steuer betragen. Die Rückzahlung macht aber oft mehr als 10 % aus – Sie gewinnen also trotzdem.

Lohnsteuererklärung für „ganz normale“ Leute?

Selbst wenn Sie nicht in eine der Kategorien aus dem ersten Abschnitt fallen, kann eine Lohnsteuererklärung sich für Sie lohnen, auch wenn Sie ein „ganz normaler“ Arbeitnehmer sind. Viele Leute vergessen zum Beispiel, dass sie Kosten für private Versicherungen von der Steuer absetzen können. Beispielsweise haben Sie sicher eine Haftpflichtversicherung, die hier für eine Minderung sorgen kann.

Außerdem zählen auch private Kranken- und Pflegeversicherungen, die Sie zusätzlich zur gesetzlichen Versicherung abgeschlossen haben. Unfallversicherungen können Sie ebenfalls absetzen. Insgesamt gilt das für Kosten bis zu einer Grenze von 1.900 Euro – die einen großen Unterschied machen können.

Ausbildungskosten für Kinder und Kinderbetreuung sind relevant für die Lohnsteuererklärung

Befinden sich Ihre Kinder in einer Erstausbildung oder im Erststudium, wird angenommen, dass Eltern Kinder zwischen 18 und 25 Jahren finanziell unterstützen. Deswegen ist diese Ausbildung auch für Ihre Lohnsteuererklärung relevant: Sie können die Kosten absetzen. Dabei wird die schulische Ausbildung anders gewichtet als ein Studium. Wenn Ihr Kind eine teure private Schule besucht, können Sie 30 % der Kosten absetzen. Befindet sich Ihr Kind im Studium (also seiner ersten Ausbildung, die direkt im Anschluss an die Schule stattfindet), werden die Kosten pauschal berücksichtigt.

Auch Kinderbetreuung ist ein relevanter Kostenfaktor für Ihre Lohnsteuererklärung: Sie können hier Kosten beispielsweise für eine Tagesmutter absetzen. Das gilt aber nur für Kinder unter 14 Jahren, die bei Ihnen gemeldet sind. Auch wenn Sie beispielsweise die Kosten für die Betreuung Ihres Kindes bezahlen, das bei einem anderen Erwachsenen lebt, können Sie diese nicht absetzen.

Die Lohnsteuererklärung ist für viele Angestellte nicht verpflichtend. Wenn Sie verzichten wollen, passiert Ihnen nichts – aber vielleicht entgeht Ihnen eine Rückzahlung? Für einen geringen Aufwand bei allen Vorteilen einer Steuererklärung empfehlen wir Ihnen unser Rundum-Sorglos-Paket für Ihre Steuererklärung. Testen Sie unseren Festpreisrechner und wir erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot!

 

Bildquellennachweis: Björn Wylezich – fotolia.com

PhDr. Martin Müller
 

PhDr. Martin Müller ist seit über 15 Jahren auf dem Gebiet der Steuerberatung unterwegs. Darüber hinaus hilft er Gründern mit professionellem Coaching ihren Traum von der erfolgreichen Selbständigkeit Wirklichkeit werden zu lassen.